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Mitteilungsvorlage 16/2008
Straßenbeleuchtung in der Stadt Prenzlau

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Drucksache 16/2009 (54.9 KB)

Beschlussfolge

Zur Kenntnisnahme in der Stadtverordnetenversammlung am 21.02.2008.

Textauszug aus der Drucksache

Beschlussentwurf

Die Stadtverordnetenversammlung nimmt den Inhalt der Mitteilung zur Kenntnis.

Anlagen:
Anlage 1: tabellarische Aufstellung Energieverbrauch
Anlage 2: Übersicht zur Straßenbeleuchtung
Die Anlagen sind nur in Papierform vorhanden

Begründung

Inhalt der Mitteilung:
Die Verpflichtung, Straßenbeleuchtungsanlagen zu errichten und zu betreiben, ergibt sich für die Kommune zum einen aus der Verkehrssicherungspflicht und zum anderen als Aufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge. Im Gemeindegebiet Prenzlau hat sich die Anzahl der Straßenleuchten von ca. 1.800 Lichtpunkten im Jahre 1992 auf 2.723 Lichtpunkte 2007 erhöht. Ursache dafür ist neben dem Ausbau von Straßen und der Erschließung von Wohngebieten die erfolgte Gemeindefusion. Altersmäßig besteht die Straßenbeleuchtung im Jahr 2007 zu 33,46 % aus veralterten Leuchten, wobei eine Lebensdauer von 30 Jahren angesetzt wurde. Neubauten führten gegenüber 2004 zu einer Reduzierung des veralterten Anteils um 4,34 % (siehe Tabelle 2 der Anlage). Kosten für die Straßenbeleuchtung entstehen aus der Unterhaltung und aus dem Energieverbrauch. Um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken, waren und sind Sparmaßnahmen unumgänglich. So wurde im Jahr 2004 in vielen Straßenzügen jeder zweite Lichtpunkt in der Zeit von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr abgeschalten. Die davon betroffenen Straßenlaternen sind mit dem Verkehrszeichen 394 (rotweiße Banderole) gekennzeichnet, welche darauf hinweist, dass diese Leuchte nicht die ganze Nacht brennt. Weiterhin wurden bestimmte Bereiche, wie der Radweg zur Gesamtschule und der Radweg Georg-Dreke-Ring ab 22.00 Uhr vollständig außer Betrieb genommen. Bei der Reduzierung der Beleuchtung ist jedoch darauf zu achten, dass Straßenkreuzungen und Einmündungen ausreichend beleuchtet werden sowie das allgemeine Sicherheitsempfinden vorhanden bleibt. Für 2005 konnten mit dieser Sparmaßnahme 125 000 kWh (13 000,00 €) eingespart werden. Allerdings musste die Ersparnis zur Deckung der erhöhten Energiepreise 2005 und zur Finanzierung der Energiekosten infolge des Leuchtenzuwachses bei Neubaumaßnahmen eingesetzt werden. Die Tabelle 1 der Anlage gibt einen Überblick über die Entwicklung des Stromverbrauches und die Anzahl der Lichtpunkte von 2001 bis 2007. Als weitere Energieeinsparungsmöglichkeit wurde 2007 der Einbau von Energiespar- anlagen auf transformatischer Basis geprüft. Damit besteht die Möglichkeit den Energieverbrauch einer gesamten Anlage, ohne das Abschalten einzelner Lampen zu senken. Ein zusätzlicher Elektrobaustein senkt die Spannung mittels konstruierter Spartransformatoren von 230 V auf 195 V und erreicht dadurch eine Leistungsreduzierung für alle Lampen einer Anlage. In die Beleuchtungsanlage Baustraße/Schwedter Straße, bestehend aus 82 Lichtpunkten wurde für 14 Tage ein Testgerät eingebaut.
Die Hochrechnung des Testes ergab folgende mögliche Jahreseinsparung.

 Energieverbrauch    Einsparung durch    Einsparung kWh    Kosten kWh Netto    Einsparung Netto
 2007 kWh              E.-Baustein

 74190                   18%                    13.354,2              0,14 €                   1.873,59 €


Kosten Elektrobaustein ca.     Einsparung           Amortisationszeitraum

4.500,00 €                          1.873,59 €            ca. 2,5 Jahre

Für den genannten Abschnitt erfolgt 2008 der Einbau des Sparmoduls. Bestätigt sich die Hochrechnung, werden für 2009 weitere Einbauten zur Reduzierung des Energieverbrauches geplant.

verantwortliches Amt / Antragsteller

Amt für Bauen, Stadt- und Ortsteilentwicklung

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