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Ausstellung „Über Tiere, Menschen und den göttlichen Uhrmacher“ - Arbeiten von Robert Hogervorst

Ausstellungseröffnung Sonnabend, 13. November 2021, 15:00 Uhr

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Zu sehen sind u.a. Textilcollagen, Malerei, Collagen, Aquarell-Kreide-Zeichnungen, Holzschnitte aus dem Gilgamesch-Epos, Papierarbeit, Rauminstallation

Robert Hogervorst über seiner Ausstellung

Der Titel spielt mit zwei Begriffen: dem göttlichen (das Vitale und Beseelte) und dem mechanischen Weltbild. Das Bild des Uhrmachers wurde seit der Antike in der Theologischen und Philosophischen Geschichte immer wieder verwendet, um die Wirklichkeit zu deuten.
Die Mechanisten glaubten, dass das Leben in all seinen Erscheinungsformen berechenbar war: Machina Mundi! Die Vitalisten glaubten, dass das Leben von „Oben“ bestimmt sei durch eine nicht näher zu definierende Vitalkraft. Eine Kraft, wodurch alles Lebendige Ausdruck eines Seelisch-Geistigen ist.
Im Anfang des 20 Jahrhundert wurde dieser Dualismus überwunden indem eine systemtheoretische Betrachtungsweise zu Tage trat. Sie besagte, dass das Leben nicht nur auf mathematisch/ physikalisch-chemische Fakten zu reduzieren ist. Eine Philosophie des Lebendigen entstand.
Dieser neue Lebensbegriff/ Philosophie sah die konkrete Erfahrung der Wirklichkeit als fundamental an.
Neben der Vernunft ließ sie die Intuition gelten, so wie auch Instinkte, Triebe und den Willen.
Diese ganzheitliche Herangehensweise an die Wirklichkeit fasziniert mich.
Die Bienen oder der Hirsch, die ich malte, sind nicht nur Körper, sondern auch Ausdruck einer Atmosphäre, die über das sinnliche Erkennbare hinausgeht.

In einer Eröffnungsrede, die Prof Dr. Eugen Blume (ehem. Leiter des Hamburger Bahnhof in Berlin) im Franz Marc Museum in Kochel am See am 18.09.2011 hielt, sagt er: „Franz Marc sucht, wie er schreibt, die Offenbarung der „anderen Seite“, die Joseph Beuys als „drittes Element“ bezeichnet hat und damit die metaphysische Weltbeziehung meint, die der Mensch zu der ihm verliehenen Vernunft hinzuziehen muss, um sein Ich und seinen tödlichen Egoismus überwinden zu können.“

Die Werke von Marc und von Beuys sind für mich bleibende Inspiration.
Beuys zu seinen Studenten: „ …wer nicht nachdenkt, fliegt raus.“

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Bei einem Besuch im Dominikanerkloster Prenzlau gelten die allgemein gültigen Hygienemaßnahmen. Außerdem findet die aktuell geltende Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg Anwendung!

Termin:

vom 13.11.2021 bis zum 09.01.2022

Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr

Veranstaltungsort:
Dominikanerkloster Prenzlau
Klostergalerie im Waschhaus
Uckerwiek 813
17291 Prenzlau
Veranstalter:
Dominikanerkloster Prenzlau
Kulturzentrum und Museum
Tel.: 03984 75-261
Fax: 03984 75-293
E-Mail: oomlinfoufak@dotbhmiufaknikantbherkloster-prenzlau.depncj

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