direkt zum Seiteninhalt direkt zum Seitenmenü direkt zum Hauptmenü

Kulturzentrum und Museum |  Impressum |  DatenschutzKontakt


Wertvolle Akten können restauriert werden

Anfang des Jahres nahm das Prenzlauer Stadtarchiv an der Ausschreibung von Fördermitteln durch die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK) teil. Für Projekte, bei denen der Erhalt von Originaldokumenten im Fokus steht, stellen die Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BMK) und die Kulturstiftung der Länder (KSL) rund 380.000 € bereit.

40 Einrichtungen wurden gefördert, davon nur sechs mit mehrjährigen Projekten, wozu das Stadtarchiv zählt. Es hat für sein Modellprojekt: „Restaurierung historischer Akten und Pläne zu stadtbildprägenden Gebäuden von Prenzlau“ den Zuschlag bekommen. Das Förderprojekt läuft über drei Jahre und hat ein Gesamtvolumen von 16.838,50 €. Dieses setzt sich aus 12.338,50 € Fördermitteln und 4.500 € Eigenmitteln zusammen.
Es ist nun möglich, wertvolle Grundakten des Magistrats zu Prenzlau von der Landarmen- und Korrigendenanstalt und zum Amtsgericht Prenzlau restaurieren zu lassen.

Die Anlage der ehemaligen Landarmen- und Korrigendenanstalt befindet sich am Steintor und besteht aus mehreren Gebäuden. In einem Gebäude davon befindet sich heute das Rathaus der Stadt. Es entstand in den Jahren 1866/67 als neues Inspektionsgebäude und diente in den folgenden Jahren der Mädchen-Fürsorgeerziehung.
Das heutige Haus 2 der Stadtverwaltung, das sogenannte „Uhrenhaus“, wurde bereits 1846 als Lazarett für die „Insassen beider Geschlechts“ erbaut und 1899/1900 durch einen Anbau für 30 Betten erweitert.
Das heutige Haus 3, in dem sich die Kantine befindet, wurde 1882 als Waschküchengebäude erbaut und 1906/07 durch die Errichtung eines zusätzlichen Lazaretts, das ausschließlich den Zöglingen des Brandenburgischen Fürsorgeheims vorbehalten war, erweitert.
Zur Anlage gehörte auch das Gebäude der heutigen Diesterweggrundschule, Teil 1. Dieses Gebäude entstand 1841 als Hauptgebäude der Anstalt und diente später als Männerhaus. Auch der Schulteil II des Gymnasiums, die ehemalige LAGA –Blumenhalle, gehörte zu diesem Gebäudekomplex. Es wurde zeitgleich wie die Diesterweggrundschule erbaut und als Arbeitshaus der Anstalt genutzt.
Zu diesem Gebäudekomplex existieren 5 umfangreiche Grundakten, in denen die Baugeschichte der Anstalt dokumentiert wird.
Der zweite Gebäudekomplex, dessen historische Akten restauriert werden können, ist der des heutigen Amtsgerichtes und des Polizeigebäudes in der Baustraße bzw. Wallgasse. 1851 kaufte der Justizfiskus Grundstücke in der Prenzlauer Baustraße für den Neubau eines Kreisgerichtsgebäudes und eines Gerichtsgefängnisses an. In den Jahren 1855-1859 wurde der Bau ausgeführt. Das Gericht wurde im Stil der Neo-Tudor-Gotik errichtet und ist noch heute ein architektonischer Blickfang in Prenzlau. Es beherbergte vor 1945 nicht nur ein Kreisgericht, sondern auch ein Landgericht.
Das Gericht behielt im Laufe der Jahre seine ursprüngliche Gestalt, obwohl aus dem Jahr 1889 Pläne für einen Erweiterungsbau am linken Giebel und für einen neuen Dachabschluss vorliegen. Die typischen, wehrhaftig anmutenden, zinnenartigen Dachaufbauten des Neo-Tudorstils sollten durch einen spitzen Giebel ersetzt werden. Doch nur der Anbau wurde realisiert.
In den Jahren 1923-1925 folgte ein weiterer großer Erweiterungsbau in der Wallgasse, weil die Räume für die Justizverwaltung des Land- und Amtsgerichtes sowie der Staatsanwaltschaft im Gerichtsgebäude nicht mehr ausreichten. In diesem Gebäudeteil ist heute die Polizei untergebracht.
Zum Amtsgericht existieren zwei Grundakten des Magistrats sowie zahlreiche Pläne. Die Grundakten sowie 35 dazugehörige Pläne, die Ältesten aus den 1850er Jahren, können nun durch die Förderung restauriert werden.

Aufgrund des Alters und durch die häufige Benutzung sind die Akten und Pläne verschmutzt und teilweise beschädigt. Gerade großformatige Pläne, die sich in den Akten befinden, sind eingerissen oder an den Knickstellen komplett gebrochen. Damit diese sieben Akten und 35 Pläne auch weiterhin benutzbar bleiben, werden sie mit Hilfe der Fördergelder gereinigt und restauriert.

Gefördert durch
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
und die
Kulturstiftung der Länder

 

Dominikanerkloster Prenzlau

Stadtarchiv
Telefon:
03984 75-272
Fax:
03984 75-293
E-Mail:
oomlstadufaktartbhchufakiv@dotbhminikanerkloster-prenzlau.depncj

Uckerwiek 813
17291 Prenzlau

Öffnungszeiten

Montag geschlossen
Dienstag 10 - 12 und
13 - 17 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 10 - 12 und
13 - 17 Uhr
Freitag 10 - 12 Uhr
Sonnabend geschlossen
Sonntag geschlossen

Restaurierung Grundakten

zurück Seitenanfang Seite drucken