direkt zum Seiteninhalt direkt zum Seitenmenü direkt zum Hauptmenü

Arbeitsbericht 2021

Mit dem Bericht 2021 möchte ich Sie über die Ereignisse des Jahres informieren.Gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 24 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg wurde der Städtepartnerschaftsverein e.V. mit Beschluss der SVV am 21.12.1995 gegründet und beging 2021 sein 26-jähriges Bestehen.
Die Stadt Prenzlau ist seit dem 29.05.1996 Vereinsmitglied. Der Verein hat 23 Mitglieder. Er ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke gemäß § 2 der Vereinssatzung.
Einnahmen erhielt der Verein durch Mitgliedsbeiträge gemäß Beitragsordnung vom 13.03.2014. Der Prenzlauer Städtepartnerschaftsverein e.V. möchte sich bei den Stadtverordneten für die jährliche Bereitstellung der finanziellen Mittel zur Erfüllung der Aufgaben gemäß Vereinssatzung bedanken. Diese wurden zweckentsprechend für die Vertiefung und Entwicklung der städtepartnerschaftlichen Kontakte mit Barlinek, Uster und Varėna verwendet.
Die gemäß § 15 der Vereinssatzung von der Rechnungsprüferin der Stadt und dem Vereinsrechnungsprüfer durchgeführte sachliche und rechnerische Prüfung der Finanzunterlagen von 2021 ergab, dass die Finanzmittel sparsam bewirtschaftet und entsprechend dem Vereinszweck verwendet und eingesetzt wurden. Es gab keine Beanstandung.

Der Mitgliederversammlung des Städtepartnerschaftsvereins lagen 12 Projekte mit unseren Partnerstädten zur Beschlussfassung am 25.05.2021 vor. Zwei Förderanträge des Kameradschaftsvereins der FFW wurden aufgrund der anhaltenden Corona Pandemie bereits zur Mitgliederversammlung zurückgenommen. Somit wurden 10 Projekte von Vereinen und Institutionen bewilligt und 5 Projekte letztendlich durchgeführt und abgerechnet.

Nun möchte ich Sie über Begegnungen, Projekte und Aktivitäten informieren, die u.a. mit finanzieller Unterstützung des Städtepartnerschaftsvereins aber auch durch die Stadt Prenzlau und den Städtepartnerschaftsverein selbst durchgeführt wurden:

Seit 11. Mai hat der Prenzlauer Städtepartnerschaftsverein seine erste Baumpatenschaft für einen Apfelbaum der russischen Sorte „Kaiser Alexander“ übernommen, der zuvor durch Vereinsmitglied und Unterstützer des Fördervereins der Ökostation Prenzlau, Eckhard Schäfer, auf dem Gelände vom Naturerlebnis Uckermark gepflanzt wurde.Mit dieser Aktion entstand die Idee, für jede Partnerstadt einen Obstbaum auf der Ökostation zu pflanzen. Die Umsetzung dieses Projektes ließ nicht lange auf sich warten, denn schon Anfang September überraschten uns unsere Schweizer Gäste im Rahmen des diesjährigen Partnerschaftstreffens mit einem „Uschter Apfelbaum“, die Schweizer Obstsorte des Jahres 2021. Bei der Übergabe wurde der Wunsch geäußert, dass dieser besondere Apfelbaum ebenfalls in Prenzlau so gedeihen mag, wie in Uster.Die Vereinsmitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, in nächsten 2-3 Jahren auch für Barlinek, Varėna und Prenzlau einen Obstbaum im Naturerlebnis Uckermark zu pflanzen und damit ein „Grünes Band der Städtepartner“ zu schaffen, dass die fest verwurzelte Freundschaft mit den Partnerstädten symbolisiert.

Vom 2.- 5. September fand ein Städtepartnertreffen mit Gästen aus Varėna, Uster und Barlinek in Prenzlau statt.
Unter den Gästen waren der ehemalige Bürgermeister Vidas Mikalauskas und Tatjana Saulevičienė, die vor 21 Jahren die Städtepartnerschaft mit dem Amt Prenzlau Land und später mit Prenzlau besiegelten sowie Mitglieder des Rates der Abgeordneten Algis Miškinis, ehem. Verwaltungsleiter und Povilas Sauleviius sowie Laima Vilbikien, ehem. stellvertretende Verwaltungsleiterin.Auch Usters Stadtpräsidentin Babara Thalmann (Abteilungsvorsteher Präsidiales) war mit Stadtschreiber, Pascal Sidler und den Stadträten Jean-Franḉois Rossier, (Vizepräsident), Stefan Feldmann (Abteilungsvorsteher Bau), Cla Famos (Abteilungsvorsteher Finanzen), sowie Susanna Ellner (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit) und Dorothee und Eberhard Eitel angereist, um Neues über die städtebauliche und touristische Entwicklung von Prenzlau zu erfahren und sich über die weitere Zusammenarbeit mit Prenzlau und deren Städtepartnern zu informieren.Den Gästen wurde ein umfangreiches Programm geboten. Ein Highlight war der geführte Rundgang über den Campingplatz „Sonnenkap“ durch Bürgermeister Hendrik Sommer. Weiterhin gab es eine Stadtbesichtigung der besonderen Art, nämlich „Stadt up Platt“ mit Doris Meinke, die den Gästen in lockerer Art und Weise einige Worte Plattdeutsch beibrachte. Museologin, Katrin Frey war sichtlich erfreut über das Interesse der Besucher zur Geschichte des Dominikanerklosters.

Am 4. September hatten die Gäste bei der geführten Besichtigung der Marienkirche mit Superintendent, Dr. Reinhard Müller-Zetzsche auch die Gelegenheit, sich die Stadt aus der Vogelperspektive anzuschauen. An der Programmgestaltung beteiligte sich ebenfalls Kantor, Johannes Ludwig mit einem kleinen Orgelkonzert. Überrascht wurden die Gäste zum Abschluss des Rundgangs mit einem Auftritt von Mitgliedern der Big Band Uckermark, unter Leitung von Erich Sokolowski.
Der Prenzlauer Städtepartnerschaftsverein hatte auch Vertreter der Fraktionen zu einem Erfahrungsaustausch mit den Städtepartnern eingeladen, an dem ebenfalls der Bürgermeister und 2.BG teilnahmen. Der Kameradschaftsverein der FFW sorgte an dem Abend für das leibliche Wohl der Gäste.

In der nicht öffentlichen Sitzung der SVV stimmten die Stadtverordneten am 10. Dezember 2020 dem Vorschlag von Dr. Andreas Heinrich und Anett Hilpert zu, Tatjana Saulevičienė für ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement für die Städtepartnerschaft zwischen Prenzlau und Varėna mit der Medaille der Stadt auszuzeichnen. In der Stadtverordnetenversammlung am 10. Juni konnte pandemiebedingt nur die virtuelle Ehrung von Tanja vorgenommen werden.
Zum Prenzlauer Stadtfest, am 4. September, bekam sie dann auf der Freilichtbühne die Medaille der Stadt vom Bürgermeister, Hendrik Sommer und dem Vorsitzenden der SVV, Ludger Melters auch im Beisein der Gäste der Partnerstädte überreicht.
Im Anschluss der Auszeichnung fand die feierliche Abdankung der Schwanenkönigin Karoline Scheffel und die Krönung der 13. Prenzlauer Schwanenkönigin, Philomena Uecker statt. Gemeinsam mit ihrer Ehrendame wird sie nun die Stadt Prenzlau für 1 Jahr repräsentieren. Die Krönungszeremonie fand auch im Beisein der Leiterin des Barlineker Kulturzentrums, Brygida Liskiewicz, der amtierenden Waldkönigin Weronika, der Heidekönigin Johanna, der Spremberger Spreenixe Cindy, der Drebkauer Brunnenfee Aline und der Tabakkönigin Luisa mit ihren Begleitungen statt.

Mit finanzieller Unterstützung des Städtepartnerschaftsvereins reisten Pandemiebedingt nur 8 Mitglieder des TSV 62 Prenzlau nach Uster, um vom 14.-19. September am 42. Internationalen Greifenseelauf teilzunehmen. Gestartet wurden nur Läufe über 17,9 km und 7 km über mehrere Tage hinweg mit Startfolgen kleinerer Gruppen und in Abständen von jeweils einer Stunde.

Die Prenzlauer Athleten hatten in Uster bereits erfahren, dass 4 Aktive des LC Uster vom 23.-26. September zum Gegenbesuch nach Prenzlau kommen, um beim traditionellen 7. Uckermärkischen Rolandlauf dabei zu sein. Die Aktiven vom TSV 62 und LC Uster liefen „natürlich“ gemeinsam die Uster-Meile (24.680 m) und das mit großem Erfolg. Diese sportliche Freundschaft besteht nun seit 24 Jahren. Einen erheblichen Anteil daran hat Markus Knüsel, der auf Ustermer Seite von Beginn an die Fäden in dieser Partnerschaft zog. Auch für den neuen LCU-Präsidenten, Geri Wenger stand bei seinem ersten Besuch in Prenzlau fest, dass diese Freundschaft weiter fortgeführt wird. Es wurden viele neue Pläne geschmiedet. Sie wollen zusammen wandern, Nordic Walking oder Mountainbike-Touren durchführen und dabei den Nachwuchs in diese Partnerschaft mit integrieren. Auch möchten sie gemeinsame Laufaktionen in anderen Regionen Deutschlands oder sogar in der Euroregion Pomerania durchführen.

Das Trilaterale Kinderkunstprojekt „Glas, Holz, Keramik“ wurde mit finanzieller Unterstützung des Deutsch- Polnischen Jugendwerkes, dem Prenzlauer Städtepartnerschaftsverein, der Stadt Prenzlau und dem Förderverein der Diesterweggrundschule vom 4.-8. Oktober durchgeführt, das ursprünglich schon für 2020 geplant war. Am Workshop nahmen Kinder aus Barlinek und Prenzlau mit ihren Betreuern und Lehrern, Dolmetscher und Künstler teil. Die litauischen Kinder konnten aufgrund der dortigen Inzidenzwerte nicht nach Deutschland einreisen, erfreulicherweise aber Alma Tumnien, Lehrerin für Kunst und Technologie vom Gymnasium „Ąžuolas“ und Tanja Saulevičienė als Dolmetscherin.
Die Idee zum Projekt entstand bereits zum Pilzfest in Varėna 2018, als der Zweite Beigeordnete, Dr. Andreas Heinrich gemeinsam mit Glaskünstler Werner Kothe die Wappen beider Partnerstädte, die in der damaligen Glashütte hergestellt wurden, an Bürgermeister Algis Kašeta überreichten. Aus dem ursprünglich geplanten Sonnenuhrprojekt wurde dann letztendlich das Konzept, drei Freundschaftsbäume gemeinsam herzustellen. 2020 waren die Kinder dann mit den Vorbereitungsarbeiten in Kreativkursen, Schul- und Arbeitsgemeinschaften in ihrer Heimatstadt beschäftigt.
So wurden von der Diesterweggrundschule unter Anleitung von Kunstlehrerin, Petra Heyer die keramischen Wiesen gefertigt, die litauischen Kinder schnitzten mit Holzkünstler Algirdas Juškevičius die Baumstämme und die Schüler der Grundschule Barlinek stellten keramische Teile wie z.B. Schmetterlinge, Feuersalamander, Schnecken, aber auch Pilze und Blumen, für die Verzierung der Bäume im Kulturzentrum unter Leitung von Brygida Liskiewicz her. Mit der Fertigung der 15 Glasbaumkronenteile wurde der Künstler Werner Kothe vom Prenzlauer Städtepartnerschaftsverein beauftragt.
In der Projektwoche fanden gemeinsame Kreativworkshops in der Diesterweggrundschule, im Kunstatelier Werner Kothe in Löcknitz und im Kulturzentrum Barlinek statt. Auf dem Programm standen weiterhin die Besichtigung der Burg Löcknitz sowie Stadtführungen und Sprachanimationsspiele an den jeweiligen Projekttagen.

Am 7. Oktober wurde der erste fertiggestellte Freundschaftsbaum mit all seinen Einzelteilen dem Kulturhaus Barlinek im Beisein von Bürgermeister Darius Zielinski überreicht. Sowohl die Direktorin des Kulturzentrums als auch Bürgermeister Zielinski äußerten ihre Freude zum guten Gelingen des trilateralen Projektes.

Die Übergabe des Freundschaftsbaumes auf dem Schulhof der Diesterweggrundschule fand am 8. Oktober statt. Auch Bürgermeister Hendrik Sommer war sichtlich überrascht von dem ca. 1,80 großen Baum, der im Eingangsbereich der Schule seinen Platz finden soll. Der dritte Freundschaftsbaum wird im Gymnasium in Varėna zu sehen sein.
Als Projektleiterin möchte ich mich recht herzlich bei allen Teilnehmern und Projektpartnern für das gute Gelingen und die Zusammenarbeit bedanken. Im Besonderen bei Christa und Werner Kothe vom Glasatelier, Carmen Gehrmann, Zaneta Ostrowska, Petra Heyer von der Diesterweggrundschule, dem Holzkünstler Algirdas Juškevičius und Tanja Saulevičienė aus Varėna, sowie bei Brygida Liskiewicz und Aleksendre Robak vom Kulturzentrum Barlinek.

Kurz nachdem das trilaterale Kinderkunstprojekt“ in Prenzlau beendet war, schickte die Leiterin des Barlineker Kulturzentrums eine Einladung zur Teilnahme am Keramik- und Malereipleinair „Verborgene Schönheit auf beiden Seiten der Oder“ in Barlinek zu. Brygida Liskiewicz lag sehr am Herzen, dass auch Vertreter aus der Partnerstadt Prenzlau am Projekt teilnehmen, das von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, Interreg V A unterstützt wurde. Insgesamt nahmen 21 Hauptberufliche und Laienkünstler*innen aus Barlinek, Posen, Koszalin, Stargard, von der Insel Usedom, dem Barnim, Berlin, Neubrandenburg, Dresden und aus der Uckermark, die Künstlerin, Agnes Gramming-Steinland aus Temmen-Ringenwalde und die Vorsitzende des Prenzlauer Städtepartnerschaftsvereins, Anett Hilpert teil.
Die zum Pleinair entstandenen Malereien und Plastiken wurden der Öffentlichkeit zur Ausstellungseröffnung am 18. November im Beisein von Bürgermeister Darius Zielinski im Kulturhaus Barlinek vorgestellt.

Bürgermeister, Hendrik Sommer hat mit dem Leiter des Dominikanerklosters, Dr. Stephan Diller bereits zugesagt, dass diese Ausstellung auch in der Klostergalerie im Waschhaus des Dominikanerklosters im Juni 2022 präsentiert werden kann.

Der traditionelle 53. Ustertag fand aufgrund des Infektionsgeschehens in Uster wieder nur im sehr kleinen Rahmen ohne Prenzlauer Beteiligung am 21. November statt.

Wie im Arbeitsbericht dargestellt, konnten aufgrund der weiter anhaltenden CoronaPandemie nicht alle beantragten städtepartnerschaftlichen Aktivitäten durchgeführt werden.

Ich hoffe, dass 2022 wieder ändern wird und die geplanten Treffen und Projekte von Vereinen, Gruppen, vor allem mit Kindern und Jugendlichen stattfinden, weiter vertieft und entwickelt werden können.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die seit vielen Jahre mit ihren Ideen, Aktivitäten und Projekten für interessante Begegnungen, Ereignisse und Erlebnisse in unseren Partnerstädten und/oder in Prenzlau beigetragen haben, aber auch bei denen, die dabei sind, neue Kontakte zu unseren Partnerstädten aufzubauen.

 

Downloads

Arbeitsbericht 2021 (275.6 KB)

Arbeitsbericht 2020 (444.5 KB)

Arbeitsbericht 2019 (492.3 KB)

Arbeitsbericht 2018 (235.6 KB)

Arbeitsbericht 2017 (238.4 KB)

Arbeitsbericht 2016 (310.0 KB)

Arbeitsbericht 2015 (229.9 KB)

Arbeitsbericht 2014 (219.0 KB)

Arbeitsbericht 2013 (205.0 KB)

Arbeitsbericht 2012 (117.8 KB)

Arbeitsbericht 2011 (111.7 KB)

Arbeitsbericht 2010 (88.9 KB)

zurück Seitenanfang Seite drucken