direkt zum Seiteninhalt direkt zum Seitenmenü direkt zum Hauptmenü

Gemeinsame Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

14.11.2022

Prenzlau (spz). Am Sonntag fand auf dem Städtischen Friedhof in Prenzlau die gemeinsame Gedenkveranstaltung des Landkreises, der Stadt und der Bundeswehr statt. Vor Jahresfrist noch, so Landrätin Karina Dörk, hätte sich wohl niemand vorstellen können, was wenige Monate später traurige Realität würde: der Krieg in der Ukraine – ein Krieg mitten in Europa, nur wenige hundert Kilometer von uns entfernt.

„Der Volkstrauertag 2022 findet in einer Zeit statt, in der auch bei uns Krieg, Vertreibung und Waffenlieferungen die täglichen Schlagzeilen und Nachrichten dominieren. Eine Zeit, in der sich sehr viele Menschen Sorgen machen um ihre Zukunft“, so die Landrätin. Täglich fordere der Krieg Opfer. „Ein Krieg, der nur Verlierer kennt. Zehntausende Ukrainerinnen und Ukrainer, zumeist Frauen und Kinder, sind auf der Flucht. Auch wir haben knapp 1.600 Menschen hier aufgenommen. Und wir bereiten uns darauf vor, dass die Zahl der Menschen, die zu uns kommen werden, in den kommenden Wochen und Monaten deutlich zunehmen wird.“ Am Volkstrauertag werde, so die Landrätin, aller Opfer von Kriegen, Terror und Gewalt gedacht. Zugleich sehe man den Tod der Opfer als Verpflichtung, aus dieser Vergangenheit zu lernen. „Aber haben wir wirklich gelernt? Aus unserer Erinnerung und Trauer resultiert auch Verantwortung. Verantwortung dafür, dass wir unsere Zukunft freiheitlich, demokratisch, vor allem aber friedlich gestalten. Im Gedenken an die Opfer und mit Blick auf die aktuellen Ereignisse müssen wir uns heute eingestehen, dass die Menschheit aus den damaligen Ereignissen leider nicht gelernt hat. Daher sehe ich den heutigen Volkstrauertag auch als einen Tag der kritischen Auseinandersetzung. Tun wir wirklich alles was möglich ist, um den Krieg zu beenden? Jeder von uns sollte die gesellschaftlichen Werte Mitmenschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit wachhalten und stärken. Wir sollten Stärke zeigen, damit diese Welt friedlicher wird. Wir müssen auf die Toten hören und auch auf die Lebenden. Das ist unsere Verantwortung, unsere Aufgabe und unser Auftrag:

Erinnern, verstehen und konsequent dafür einstehen, dass sich die Erkenntnis, dass nur eine friedliche Welt eine lebenswerte Welt ist, überall durchsetzt.“ Dafür stehe das gemeinsame Gedenken zum Volkstrauertag. Ihre Worte des Gedenkens beendete die Landrätin mit einem Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt: „Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln als eine Minute schießen.“

Neben der Landrätin sprachen Oberstleutnant Daniel Winkelmann und Superintendent Dr. Reinhardt Müller-Zetzsche. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Posaunenchor Prenzlau.

 

Ansprechpartner:

Frau A. Hilpert
Bürgermeister und Stabsstellen
Büroleiterin des Bürgermeisters

Kategorie:

Rathaus und Verwaltung
alle Mitteilungen dieser Kategorie

zurück Seitenanfang Seite drucken