Zur klassischen Ansicht wechseln.

EU-Förderprogramm zur nachhaltigen Stadtentwicklung

Im Mai 2006 hat die Landesregierung Brandenburg im Zuge der Neuausrichtung der Förderpolitik 42 ausgewählte Städte aufgefordert, Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (INSEK) zu erarbeiten.

Ausgehend vom Stadtleitbild der Stadt Prenzlau, welches von der Stadtverordnetenversammlung in der Sitzung am 15.09.2005 beschlossen wurde erfolgte die Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepte (INSEK) der Stadt Prenzlau.

Auszüge aus dem INSEK Prenzlau

Die wichtigsten Teilprojekte der EFRE-Strategie:

1. Ausbau der Uferpromenade und Aufwertung der Uferbereiche
2. Umfeldgestaltung im Bereich Marktberg
3. Gestaltung des Stadthafens und „Tor zum Uckersee"
4. Inwertsetzung der Marienkirche
5. Einrichtung eines Eltern-Kind-Zentrums in der Kita Freundschaft
6. Ausbau ehemaliges Arbeitshaus der Landarmen- und Korrigendenanstalt: Aufbau einer Präsenzstelle der Fachhochschule Eberswalde und einer Berliner Fachhochschule
7. Ausbau ehemaliges Arbeitshaus der Landarmen- und Korrigendenanstalt: Nachnutzung eines Gebäudeteils für Schulisches Wohnen (Internat für Leistungs- und Begabtenklasse und für Präsenzstelle)
8. Sanierug des Uckerstadions
9. Sanierung der Stadtmauer und Vervollständigung des Rundweges
10. Sanierung des Waschhauses des Dominikanerklosters und Nachnutzung als Kunst- und Kulturzentrums
11. Schaffung eines integrierten Stadtwegenetzes im Zentrum und am See
12. Maßnahmen zur Stärkung der lokalen Ökonomie (u.a. KMU-Offensive in der Innenstadt, City-Management, Projekt Schule-Wirtschaft, Durchführung von Messen)
13. Maßnahmen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und zur sozialen Integration (u.a. Innenstadtmanagement, Aktivierung der Bürger, Öffentlichkeitsarbeit...)

Bei den Vorhaben Nr. 12 und 13 handelt es sich um nicht investive Maßnahmen, die als begleitende Projekte kontinuierlich umgesetzt werden.

Auf Grundlage des INSEKs wurde Prenzlau als eine von 15 Städten ausgewählt, die EU-Fördermittel aus EFRE-Fonds erhalten.
Grundlage der EFRE-Förderung ist die Richtlinie zur nachhaltigen Stadtentwicklung vom 13. Juni 2008.

Bürgerbüro am Marktberg

Durch Etablierung von horizontal und vertikal integrierenden Arbeits-, Entscheidungs- und Verantwortungsebenen sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der fachübergreifende, auf die gebietsbezogenen endogenen Potentiale setzende Ansatz des Programms zu Gunsten der Stadt und ihrer Einwohner umgesetzt werden kann.
Um diese Forderung zu erfüllen wurde am 01.11.2008 neben dem ehemaligen ZiS-Stadtteilbüro das Bürgerbüro eröffnet. Dies ist mit zwei Arbeitskräften besetzt, die bereits über das Programm Kommunal-Kombi finanziert werden.
Innerhalb der Verwaltung gibt es eine ständige Arbeitsgruppe. Da auch andere Entscheidungsträger der Stadt einzubeziehen sind, wurde die Arbeitsgruppe Nachhaltige Stadtentwicklung - AGNeS gebildet. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind außer den Mitarbeitern der Verwaltung Vertreter des Beirates für Menschen mit Behinderungen, des Seniorenbeirates, des Stadt- und Ortsteilbeirates, der Werbe- und Interessengemeinschaft, der Unternehmervereinigung, des Unternehmerverbandes und der Jugend.

Investive Maßnahmen 2008/2009

  • Ausbau der Uckerpromenade im Bereich Kreisverkehr/Lewetzowweg
  • Sanierung Waschhaus

Durch die Stadt Prenzlau wurden bereits im Februar 2008 bereits folgende Maßnahmen als Startermaßnahmen benannt und durch das Ministerium bestätigt
1. Ausbau der Uckerpromenade im Bereich Kreisverkehr/Lewetzowweg
Die Gesamtmaßnahme „Straße Uckerpromenade" setzt sich aus 3 Abschnitten zusammen:
- Kreisverkehr Seeweg/ Bergstraße, gefördert über das Programm Stadtumbau - Aufwertung,
- Straße Uckerpromenade Kreisverkehr bis Lewetzowweg, gefördert über die Richtlinie zur nachhaltigen Stadtentwicklung vom 13. Juni 2008
- Straße Uckerpromenade Lewetzowweg bis zur Nordspitze, gefördert als Maßnahme im Sanierungsgebiet

2. Umbau des ehemaligen Waschhauses der Dominikanermönche zum Kultur- und Informationszentrum
Bereits 2008 begann die Vorbereitung dieser Maßnahme. Konzept zur Erweiterung des Kulturhistorischen Museums im Dominikanerkloster Prenzlau unter Berücksichtigung des Ausbaus des ehemaligen Waschhauses für die kulturelle Nutzung und das erarbeitete Raumprogramm wurden zur Bestätigung beim Landesamt für Bauen und Verkehr eingereicht. Die Bestätigung liegt vor, mit der Realisierung soll 2009 begonnen werden.

 

Weiterhin ist 2009 die Fertigstellung der Sanierung der Stadtmauer als INSEK-Maßnahme geplant. Parallel dazu soll über das Förderprogramm Stadtumbau Ost - Aufwertung der Stadtmauerrundweg fertiggestellt werden.

KMU-Offensive
Förderung für kleine und mittelständische Unternehmen

Im Rahmen des EU-Programms Nachhaltige Stadtentwicklung wird ein Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aufgelegt. Danach können Investitionen von KMU mit 35% der Investitionssumme (30% EFRE-Mittel, 5% Eigenmittel der Stadt) bezuschusst werden; der Fördersatz kann durch ergänzende Pauschalbeträge für die Schaffung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen auf bis zu 50% erhöht werden. Mit dem KMU-Förderprogramm in Prenzlau sollen die stadtentwicklungspolitischen Ziele des INSEK unterstützt werden, wobei die Revitalisierung und funktionale Stärkung des Zentrums und die Nutzung der Potenziale am See im Vordergrund stehen.
Weitere Informationen zum KMU-Förderprogramm

Investive Maßnahmen 2010

Ansprechpartner:

Frau S. Köhler
SG Förderangelegenheiten/SG Stadtplanung
SGL Förderangelegenheiten

Telefon: 03984 75-4061