Die Geschichte der Stadt Prenzlau
Stadtarchiv Prenzlau, Frau S. Nietzold
1187
Prenzlau wird erstmals urkundlich erwähnt.
1234
Herzog Barnim I. von Pommern verleiht Prenzlau das Stadtrecht. Bis 1250 verbleibt die Stadt unter pommerscher Herrschaft.
1250
Die Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause bekommen im Vertrag von Landin die gesamte Uckermark zugesprochen. Bis zum Aussterben der Linie 1320 verbleibt sie in ihrem Besitz.
1275
Das Dominikanerkloster wird gegründet.
1287
Die Stadt erhält das Recht, sich mit einer steinernen Mauer zu umgeben. Insgesamt besaß sie eine Länge von 2600 m und war im Durchschnitt 8 bis 9 m hoch.
1340
Der Neubau der Marienkirche als große, dreischiffige Hallenkirche wird fertiggestellt. Ihr Baubeginn war 1289. Der Westteil der Kirche stammt noch von ihrem Vorgängerbau.
1426
Nach über 100 Jahren, in denen Prenzlau häufig seine Machtzugehörigkeit wechselte, fällt die Stadt endgültig in brandenburgischen Besitz.
1465
Prenzlau wird erstmals als Hauptstadt der Uckermark erwähnt.
1495/96
Auf dem Prenzlauer Marktplatz wird ein steinerner Roland errichtet.
1544
Das Dominikaner- und das Franziskanerkloster werden, im Zuge der Säkularisierung kirchlichen Eigentums nach der Einführung der Reformation in Brandenburg durch Kurfürst Joachim II. 1539, aufgelöst.
1559
Auflösung des letzten Prenzlauer Klosters - des Sabinenklosters.
1618-1648
Im 30jährigen Krieg wird Prenzlau ab 1626 mehrere Male Quartier von
durchziehenden Truppen. Im Laufe des Krieges wird die Stadt durch Plünderungen der Armeen in starke Mitleidenschaft gezogen. Von 764 Häusern im Jahre 1627 sind im Jahre 1643 nur noch 107 bewohnt, 314 stehen leer und 366 sind zerstört.
1632
Der in der Schlacht bei Lützen gefallene schwedischen König Gustav Adolf wird vom 20. - 22. Dezember in der Marienkirche aufgebahrt.
1685
Prenzlau wird Garnisonsstadt.
1687
In Prenzlau wird die größte französische Kolonie der Uckermark gegründet. Zwei Jahre zuvor verabschiedete Kurfürst Friedrich Wilhelm das Edikt von Potsdam, durch das viele aus Frankreich vertriebene Hugenotten in Brandenburg eine neue Heimat fanden.
1705
Auf Antrag des Prenzlauer Magistrats genehmigt Friedrich I., König in Preußen, die Aufnahme eines Schwans in das Prenzlauer Wappen, der künftige Generationen an seine Schwanenjagd auf dem Uckersee am 11. August 1704 erinnern soll.
1724
Ein neues Prenzlauer Rathaus wird erbaut. Zusammen mit der ein Jahr später errichteten Hauptwache bildete es bis 1945 das Zentrum des Marktplatzes.
1737
Der berühmte klassizistische Landschaftsmaler Jakob Philipp Hackert wird am 15. September in Prenzlau geboren.
1751
Die spätere preußische Königin Friederike Luise, Gemahlin des Königs Friedrich Wilhelm II., wird am 16. Oktober als Tochter des Erbprinzen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt und seiner Gemahlin Karoline von Pfalz-Zweibrücken in Prenzlau geboren.
1806
10.000 preußische Soldaten kapitulieren während der napoleonischen Kriege bei Prenzlau, auf dem heutigen Bahnhofsgelände, vor 1500 Franzosen. Das Ereignis geht als die Kapitulation von Prenzlau in die Geschichte ein.
1809
Im Zuge der neuen Städteordnung erhält Prenzlau die Selbstverwaltung. Die erste freigewählte Stadtverordnetenversammlung Prenzlaus trifft zusammen.
1817
Die Uckermark wird in die Kreise Prenzlau, Templin und Angermünde aufgeteilt. Prenzlau wird Sitz des Landratsamtes des Kreis Prenzlau.
1850-1900
In Prenzlau werden die ersten Industriebetriebe gegründet, die landwirtschaftliche Produkte der Region verarbeiten u.a. 1867 eine Brauerei- und Malzfabrik, 1872 eine Zuckerfabrik oder 1896 eine Margarinefabrik.
1863
Die Eisenbahnstrecke Angermünde- Prenzlau- Anklam wird eröffnet.
1914-18
Im 1. Weltkrieg sterben 630 Prenzlauer Bürger
1938
In der Reichspogromnacht wird die Synagoge niedergebrannt und der jüdische Friedhof im Stadtpark verwüstet. Nach letzten Deportationen hört die traditionsreiche Prenzlauer Synagogengemeinde 1942 auf zu existieren.
1945
Prenzlau wird am Ende des 2.Weltkrieges, vom 25.-27. April 1945, zu 85% zerstört.
1952
Prenzlau wird dem Bezirk Neubrandenburg zugeteilt. In diesem Jahr beginnt der systematische Wiederaufbau der Stadt
1957
Das Filmtheater der Freundschaft nimmt seinen Betrieb auf.
1958
Das Hotel Uckermark wird feierlich eröffnet.
1962
Der Milchhof beginnt mit seiner Produktion.
1969
Das Armaturenwerk wird eröffnet.
1970
Die Instandsetzung der Marienkirche beginnt.
1984
Die Friedrichstraße als neuer Boulevard der Innenstadt ist nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt.
1987-1989
Der Lange Markt wird bebaut.
1992
Seelübbe wird ein Ortsteil Prenzlaus.
1993
Prenzlau wird Kreisstadt der Uckermark, des größten Landkreises im wiedervereinigten Deutschland.
1999
Das Dominikanerkloster Prenzlau wird nach zweijähriger umfassender Sanierung als Kulturzentrum und Museum eröffnet.
2000
Prenzlau erhält einen neuen „Roland". Gestiftet von der Volksbank Uckermark, befindet er sich vor dem Hotel Uckermark.
2001
Durch die Gemeindegebietsreform vergrößert sich Prenzlau um die Gemeinden Güstow, Mühlhof, Klinkow, Basedow, Dedelow, Ellingen, Steinfurth, Schönwerder, Dauer und Blindow
2007
Die Bebauung auf dem Marktplatz wird abgerissen.
2009
775 Jahr-Feier Prenzlaus
Prenzlau erhält den Zuschlag die Landesgartenschau im Jahre 2013 auszurichten.
