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Erfolgreiche Sprengung - Munitionssuche geht in Prenzlau weiter

11.08.2017

Ungewöhnlich ist der Einsatz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg in Prenzlau nicht. Immer mal wieder haben Sprengmeister André Vogel und sein Team hier zu tun. Die volle Aufmerksamkeit der Bevölkerung haben sie vor allem dann, wenn – wie bei der Landesgartenschau im Sommer 2013 – Evakuierungs- und Sperrmaßnahmen die halbe Stadt oder zumindest einen großen Teil von ihr „lahmlegen“. Diesmal war es nur die Kreisstraße nach Röpersdorf und das auch nur eine knappe Stunde, die gesperrt werden musste. Nach einem lauten Rumms und einer Staubwolke gab es dann die Entwarnung.

32 Panzerabwehrminen, 29 Stück 23-mm-Sprenggranaten, sechs Zünder, zwei Panzergranaten und drei Handgranaten wurden vor Ort durch eine Sprengung entschärft. „Das war Munition sowjetischer Herkunft“, erläutert Vogel. Dies lässt sich leicht erklären, befand sich auf dem heutigen Deponiegelände doch zu DDR-Zeiten ein Areal der Sowjetischen Armee.

Funde dieser Art, so Bürgermeister Hendrik Sommer, sind in Prenzlau nicht ungewöhnlich. Diesmal jedoch war die Wahrnehmung durch die Medien eine andere und weitaus größere. Was normalerweise ohne Fernsehkameras und O-Töne vor Ort vonstattengeht, wurde diesmal ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. – Das viel beschriebene „Sommerloch“ (dem nicht der Bürgermeister seinen Namen gab) – existiert also doch. Nachrichtenagenturen, Fernsehteams und überregionale Zeitungen fragten nach oder waren sogar selbst vor Ort. „Das ist gut und wichtig, denn die Arbeit, die die Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und davor die des Munitionsbergungsdienstes machen, bedarf der öffentlichen Kenntnisnahme und Würdigung“, so Bürgermeister Sommer.   

Fertig mit der Munitionssuche ist man in Prenzlau noch lange nicht. André Vogel schätzt: „Wir sind zu etwa 50 Prozent durch.“ In diesem Jahr werde man noch voraussichtlich bis Mitte September weiter suchen. „Wir waren nicht das letzte Mal hier. Jedes Jahr werden wir versuchen, einen Abschnitt zu realisieren.“ Zwei Tonnen Kampfmittel wurden hier insgesamt schon gefunden, siebeneinhalb Tonnen Munitionsschrott, 17 Tonnen Zivilschrott. „Jeder Nagel, jede Gürtelschnalle, jeder Knopf wird ja durch die Geräte angezeigt“, so Vogel. Am Ende dankt Bürgermeister Sommer Vogel und seinem Team mit einem kräftigen Handschlag für die Arbeit. „Man sieht sich wieder“, sagen die Männer mit der Gewissheit, dass in der uckermärkischen Kreisstadt noch einiges zu finden ist.

 

Ansprechpartner:

Herr Dr. Andreas Heinrich
Geschäftsbereich 2. Beigeordneter
2. Beigeordneter

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