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Ortsteil Dedelow

Lage und Einwohnerzahlen

Dedelow liegt 9 km von Prenzlau entfernt und ist mit seinen 615 Einwohnern der größte Ort aller Ortsteile der Stadt Prenzlau. Zusammen mit den Gemeindeteilen Ellingen und Steinfurth leben 760 Einwohner (31.12.2015) in diesem Ortsteil

Ansprechpartnerin für die Belange des Ortsteils

Ortsvorsteherin Frau Giesela Hahlweg
Telefon: 039853 2229

Der Ortsbeirat

besteht aus drei Mitgliedern:
Frau G. Hahlweg; Frau H. Matuschak; Frau S. Planert

Sehenswertes

  • Feldsteinkirche, erbaut im 13. Jh.
  • Mausoleum der Familie v. Klützow nach Plänen von K.-F. Schinkel

Geschichte

Das in reizvoller Gegend am Quillowbach liegende Dedelow entstand bereits im 11./12. Jahrhundert. Die Dedelower Dorfkirche wurde im 13 Jh. erbaut und ist bis heute eine der wenigen noch vollständig erhaltenen typischen uckermärkischen Feldsteinkirchen aus der Zeit der deutschen Ostkolonisation. Im Inneren ist der spätgotische Schnitzaltar (ca. 1520) sehenswert. Das in Dedelow 1945 ausgebrannte Schloß ließ Hermann von Klützow (1813-1902), der im preußischen Staat eine führende Position innehatte, neu erbauen. Die Familie von Klützow lebte und bestimmte rund 700 Jahre das Leben in Dedelow.

Heute kann man sich durch Teile der Grundmauern ein Bild über den Standort des Schlosses machen. Rote Steine im Bäckerweg kennzeichnen die Lage der Vorderfront des Schlosses.

Das auf dem Friedhof befindliche kleine Mausoleum (erbaut 1849 bis 1855) geht auf einen Entwurf des bedeutendsten Baumeister des Klassizismus in Deutschland Karl Friedrich Schinkel zurück. Bauherr des Mausoleums war ebenfalls Hermann von Klützow.

Zahlreiche geschichtliche Ereignisse spiegeln sich in der Entwicklung Dedelows wieder. Die einschneidensten Veränderungen erlebte der Ort jedoch erst in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, denn die „industriemäßige Produktion" in der Landwirtschaft veränderte das Ortsbild völlig. So wurden in den 60-er und 70-er Jahren zahlreiche Wohnblöcke in Plattenbauweise errichtet. Dedelow wurde zu einem „modernen sozialistischen Dorf". 1968 entstand in Dedelow die damals modernste industriemäßig produzierende Milchviehanlage. Die Anlage misst zum damaligen Zeitpunkt 144 m Länge und 105 m Breite.

Heute gehört die Agrarprodukte Dedelow GmbH, welche die Milchviehanlage betreibt zu den Größten in Deutschland. Sie gehört zu den Hauptlieferanten des Campina- und Rosen-Werkes in Prenzlau. Von den 5030 gehaltenen Rindern sind mehr als die Hälfte Milchkühe. Neben der Milch- und Rindfleischproduktion bewirtschaftet der Agrarbetrieb 3044 ha Ackerland und 767 ha Weideland. Seit dem 8.Mai 2002 wird in der eigenen Biogasanlage aus der anfallenden Gülle Energie erzeugt um Ställe und Büroräume zu beheizen.

Der ehemalige Agrarflugplatz in Dedelow wurde noch bis 2010 als Sonderlandeplatz „Flugplatz Dedelow“ durch einen privaten Betreiber bewirtschaftet und eignete sich hervorragend als Ausgangspunkt für Rundflüge über die Uckerseen, Prenzlau oder die großen hügeligen Ackerflächen mit ihren weit in den Himmel ragenden Windrädern. Heute ist der ehemalige Flugplatz mit einem großflächigen Photovoltaikfeld überbaut. In der Nähe befindet sich jedoch weiterhin die Gaststätte „Zum Tanger".

Zum Ortsteil Dedelow gehören die Gemeindeteile Ellingen und Steinfurth.

Ellingen

Die Entfernung Ellingen´s von Prenzlau beträgt 4 km. Im Gegensatz zu Dedelow bietet der nur ca. 90 Einwohner zählende Gemeindeteil Ellingen das Ambiente eines alten uckermärkischen Dorfes, denn die zahlreichen alten Bauernhäuser erinnern an längst vergangene Tage. Etwas versteckt hinter der Friedhofsmauer befindet sich die Dorfkirche von Ellingen, ein Anfang des 19. Jahrhundert errichteter Fachwerkbau mit einem getrennt stehenden Holzturm, der Ende des 17. Jahrhunderts entstand. Die Art des Fachwerks deutet ebenso wie die innere Deckenkonstruktion auf die neuere Zeit der Romantik hin. Erstmals erwähnt wurde Ellingen 1285 als Besitz des Otto de Ellinge.

Wanderfreunden wird der Weg von Ellingen ins nahegelegene Schönwerder empfohlen.

Steinfurth

Steinfurth ist 9 km von Prenzlau entfernt. Erstmals 1861 erwähnt, gehörte Steinfurth zum Gut des Herren von Klützow in Dedelow. Dem Herrn gehörte der gesamte Acker, den die Menschen bestellten, die in den kleinen, strohgedeckten Häusern wohnten. Die Menschen, die mit ihrer Hände Arbeit den Reichtum schufen, waren Tagelöhner des Gutsherrn. Der Verdienst reichte trotz aller Sparsamkeit bestenfalls dazu, die lebensnotwendigen Ausgaben zu bestreiten. Sie waren von Jugend an gewöhnt, bescheidene Ansprüche zu stellen. Als das Gut unter der Leitung der Erben des Gutsherrn zu verkommen drohte, wurde es verpachtet.

Das Leben der Menschen wurde dadurch nicht besser. Es gab jetzt zwei Herren, die von ihrer Arbeit leben wollten. Die Pächter des Gutes waren nur daran interessiert hohe Gewinne zu erzielen. Reparaturen und Renovierungen wurden nicht durchgeführt. Durch Kriegseinwirkungen brannte das Gut 1945 ab, wobei auch das Vieh und der überwiegende Teil der Maschinen umkamen. Die Bodenreform gab das Land denen, die es bestellten. Der Tagelöhner wurde Bauer. Mit geringen Arbeitsmitteln gingen sie daran sich eine neue Heimat aufzubauen. Neues Leben brachte der Befehl 209 der sowjetischen Administration über Bodenreformbauten. Die Menschen bauten sich neue Wohnhäuser und Steinfurth bekam ein Gesicht. 1985 wurde die dringend benötigte Straße nach Dedelow fertiggestellt.

 

Ansprechpartner

Herr F. Müller
Hauptamt
Amtsleiter

Telefon: 03984 75-1010
E-Mail:  oomlhaupufaktamtbht@ufakprenztbhlau.depncj

Öffnungszeiten

Mo 09:00 - 12:00 Uhr
Di 09:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 17:30 Uhr
Mi geschlossen
Do 09:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 15:30 Uhr
Fr 09:00 - 12:00 Uhr
Sa geschlossen
So geschlossen

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