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Glocken für St. Marien in Prenzlau

Ein Dankeschön an alle,

die das Glockenprojekt für St. Marien unterstützten!
Olaf Beckert, Vorsitzender des Vereins "Wir für Prenzlau" bedankt sich im Namen des Vereins bei allen, die das Projekt "Glocken für St. Marien" unterstützten und zu seinem Erfolg beitrugen.
65 000 Euro sind auf dem Konto eingegangen. "Damit konnten wir auch die Aktion der Sparkasse Uckermark und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung mit einem Erfolg krönen", so Beckert.
Die Finanzierung ist also gesichert und pünktlich zum Festwochenende im Juli sollen die Glocken von St. Marien klingen.

"Noch einmal gilt mein Dank denen, die uns begleiteten und unterstützten."

Der im Mai 2005 gegründete Bürger- und Förderverein „Wir für Prenzlau" e.V. zeichnet sich durch das bürgerschaftliches Engagement seiner Mitglieder aus. Die Projekte des Vereins sind vielfältiger Natur. Wir geben Ihnen gern persönlich umfassend Auskunft. Unser größtes Projekt hat das Ziel, für das Prenzlauer Wahrzeichen, die Marienkirche, die Mittel für neue bronzene Glocken einzuwerben. Zu diesem Zweck werben wir um Spenden und bieten Glockenbriefe im Wert von 25 bzw. 50 Euro zum Verkauf an.

Anschrift des Vereins:
Bürger- und Förderverein „Wir für Prenzlau" e.V
Schwedter Straße 68
17291 Prenzlau

Spendenkonto
Kontoinhaber: Wir-für-Prenzlau
Konto- Nr: 342 4039950
BLZ: 170 560 60
Sparkasse Uckermark

Spendenzweck:
„Glocken für St. Marien

Zur Geschichte der alten Glocken von St. Marien
Forschungen bezüglich der Kirchenglocken ergaben, dass sich in der Marienkirche acht verschiedene Glocken befunden haben. Alle Glocken die im Südturm hingen, fielen dem Brand im Jahr 1945 zum Opfer oder wurden bereits vorher für Kriegszwecke in den beiden Weltkriegen eingeschmolzen, was durch unterschiedliche Gesetze legitimiert wurde. In ganz Deutschland wurden ca. 42.000 Glocken eingezogen und derartig vernichtet.
Auch die beeindruckende „Große Glocke" des Nordturms wurde der Rüstung zugeführt und deshalb zertrümmert. Nachdem ein Umguss ihrer unbrauchbar gewordenen Vorgängerin im Jahr 1862 vom Glockengießer Voß in Stettin abgeschlossen war, schlug sie am 28.06.1942 letztmalig. Ihr Durchmesser betrug 2,27 m, ihr Gewicht 131 Ztr und 35 Pfd.

Im Südturm befanden sich folgende Glocken: Die „Marienglocke", die bis 1900 als Alarmglocke bei Feuer diente. Die „Apostelglocke" zum Einläuten des sonntäglichen Gottesdienstes. Weiterhin die „Halb-zwei-Glocke", welche am Gründonnerstag und zu den Bibelstunden im Hohen Haus Hospital geläutet wurde sowie täglich um 13:30 Uhr, um an die Stifterin Adelheid v. Kotze, geb v. d. Asseburg, zu erinnern. Weiterhin gab es die „kleine" und „große Schlagglocke," welche mit der Turmuhr verbunden waren und die Uhrzeit angaben. Außerdem war eine reich verzierte Glocke vorhanden, deren genaue Bestimmung nicht bekannt ist.
Eine besondere Rolle kommt der „Armesünderglocke" zu. Sie hing in einem Fenster des Ostgiebels, wo sie vom Markt gut auszumachen war, obwohl ihr Durchmesser lediglich 50 cm betrug. Sie läutete den nahenden Tod der Verurteilten ein, die auf dem Markt hingerichtet wurden.
Die Glocken wiesen unterschiedlich üppige Verzierungen und zumeist Segens- und Bibelsprüche auf.

Die neuen Glocken

Bis zur feierlichen Weihe der ersten Glocke, vergingen eineinhalb Jahre der Planung und der Sammlung der für deren Erwerb benötigten Mittel.
Im September des Jahres 2006 wurde durch die Ingenieurgruppe Bauen aus Mannheim mit freundlicher Unterstützung des Glockensachverständigen der Pommerschen Kirche, Herrn Pfarrer i. R. Joachim Huse geprüft, in welchem Maße der Südturm belastbar ist und welche Glocken in welcher Größe in den Turm eingesetzt werden können. Anhand der Schwingungsdiagramme wurde die Glockendisposition erarbeitet.

Geplant sind eine Glocke mit einem Durchmesser von 180 cm und 3.300 kg Gewicht mit dem Ton b°, eine 160 cm große und 2.300 kg schwere Glocke des Tones c' und eine Glocke im Durchmesser von 135 cm mit einem Gewicht von 1.300 kg mit dem Ton es', die zusammen geläutet, ein sogenanntes Gloria-Motiv erschallen lassen. Im Südturm der Marienkirche angebracht wird durch die zentrale Position der Kirche und durch die Schallluken ein gleichmäßiger Klang nach allen Himmelsrichtungen gesichert. Von den geplanten Glocken lässt seit Sommer 2007 schon die kleinste alle 60 Minuten ihren vollen, warmen Klang über der Stadt erschallen

Bilder :

Logo des Vereins zoom Titel: Logo des Vereins "Wir für Prenzlau"
Glockenbriefzoom Titel: Glockenbrief
Kirchenglocken für St. Marienzoom Titel: Kirchenglocken für St. Marien
Kirchenglocken für St. Marienzoom Titel: Kirchenglocken für St. Marien