Ortsteil Blindow
Blindow ist 3 km von Prenzlau entfernt und zählt 176 Einwohner.
Ansprechpartner für die Belange des Ortsteils ist:
Ortsvorsteher Herr Martin Mesecke
Sehens- & Erlebenswert
- Dorfkirche aus dem 13. Jh., rechteckiger, flachgedeckter Feldsteinbau mit östl. Blendengiebel, im 19. Jh. stark verändert, Westturm (1917)
- Friedhofsportal mit Lünettengiebel (18. Jh.)
- Friedhofskapelle (1910)
- Wohnhaus Dorfstrasse 42
Wasserwanderweg "Oberuckersee - Stettiner Haff - Police" führt direkt an Blindow vorbei - in nördliche Richtung nach Pasewalk und in südliche Richtung entlang der Ucker zum Unteruckersee nach Prenzlau. Von der Hochfläche nördlich der Nordsiedlung mit ihren Windkraftanlagen bietet sich Ihnen ein hervorragender Ausblick über die Uckerniederung (Uckerwiesenrundweg von Prenzlau, Gesamtlänge ca. 40 km).
Als älteste urkundliche Erwähnung durch Daniel de Blintgowe 1269 erhält das Dorf seinen heutigen Namen. Überreste slawischer Besiedlungen südwestlich von Blindow aus dem 7. bis 12. Jh. zeugen aber von einer weitaus früheren Entstehung des Straßenangerdorfes. Den 30jährigen Krieg, Seuchen, Hunger und Verwüstungen übersteht das ehemalige markgräfliche Dorf sehr gut, so dass den Blindowern eine Gutsbildung und die Leibeigenschaft durch den Adel erspart bleibt. Der nahrhafte Boden sorgt nicht nur für gute Erträge, der Blindower See stellt auch eine gute Einkommensquelle für die Fischerei dar.
Blindow ist 1744 Kämmererdorf, später Pfarrdorf und 1840 schließlich Rittergut ohne Gehöft.
1953 wird die erste LPG gegründet, die 1976 Göritz angeschlossen wird.
Ab 1993 gehörte Blindow zum Amt Prenzlau-Land.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform 1997 schloß sich Blindow mit Schenkenberg, Wittenhof und Dauerthal zur Großgemeinde Schenkenberg zusammen. Die nächste Gemeindegebietsreform 2000/2001 in Brandenburg führte zur Auflösung des Amtes Prenzlau-Land. Nach einem Bürgerentscheid 2001 entscheidet sich die Mehrheit der Blindower für eine Eingemeindung nach Prenzlau. Seither ist Blindow ein Ortsteil von Prenzlau.
Blindow ist auch heute noch ein von der landwirtschaftlichen Produktion geprägter Ort. Am Ortsrand ist ein Landwirtschaftsbetrieb angesiedelt, dessen Eigentümer maßgeblich in die dörfliche Entwicklung eingebunden sind (stellv. Ortsbürgermeister, Gemeindekirchenrat).
Im Jahre 1994/95 wurde südlich des Ortes ein Gewerbegebiet von 4 ha Größe entwickelt. Die Auslastung des Gewerbegebietes beträgt ca. 65 %. Zur Zeit sind eine Fensterbaufirma, ein Planenbaubetrieb, eine Gerüstbaufirma sowie ein Fuhrunternehmen auf dem Gewerbegebiet angesiedelt. 2001 wurde ein D 2-Funkmast errichtet.
Das Bürgerschaftliche Engagement hat für die Blindower große Bedeutung. So gibt es eine aktive Ortsfeuerwehr mit ca. 14 aktiven Kameraden und den Förderverein „Dorfkirche Blindow", der sich um die Erhaltung des Baudenkmals kümmert. Auch heute noch finden in der Gaststätte die Gemeindenachmittage, Ortsbeiratssitzungen und die Faschingsfeiern statt. Ein Dorffest (Erntefest) und ein Sportfest werden im Freien auf dem örtlichen Sportplatz veranstaltet.
