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Geschäftsstraßenmanagement vertraglich besiegelt

Ende letzten Jahres haben die Stadt Prenzlau, die Sparkasse Uckermark, die VR Bank Uckermark-Randow, die Wohnbau Prenzlau GmbH und die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau eG eine Kooperationsvereinbarung zum Citymanagement unterzeichnet. zoom

Ende letzten Jahres haben die Stadt Prenzlau, die Sparkasse Uckermark, die VR Bank Uckermark-Randow, die Wohnbau Prenzlau GmbH und die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau eG eine Kooperationsvereinbarung zum Citymanagement unterzeichnet.

05.01.2012

Um nachhaltig ein tragfähiges Geschäftsstraßenmanagement in Prenzlau aufzubauen und in der Umsetzung inhaltlich, organisatorisch und finanziell zu unterstützen, haben Ende letzten Jahres die Stadt Prenzlau, die Sparkasse Uckermark, die VR Bank Uckermark-Randow, die Wohnbau Prenzlau GmbH und die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau eG eine Kooperationsvereinbarung für den Aufbau und die Durchführung eines nachhaltig tragfähigen Geschäftsstraßenmanagements unterzeichnet.

„Das Kerngebiet des Geschäftsstraßenmanagements orientiert sich vorrangig am zentralen Versorgungsbereich Innenstadt entsprechend des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts sowie an der Kulisse der KMU-Förderung im EFRE-Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung“ erklärt Bürgermeister Hendrik Sommer. Gemeinsames Ziel sei es, die Innenstadt als Handels- und Dienstleistungsstandort zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Händler und Gastronomen zu steigern. „Weiterhin sollen auch positive Effekte für die anderen Stadtteile erreicht werden“, so das Stadtoberhaupt. Um die anstehenden Aufgaben zu realisieren, wurde eine Geschäftsstraßenmanagerin eingesetzt. Offiziell hat Susanne Ramm am 2. Januar diesen Aufgabenbereich übernommen. Doch im Grunde ist sie schon viel länger dabei, bekam sie doch im vergangenen Jahr bereits die Organisation des Weihnachtsmarktes übertragen. Sobald die Stadtinformation auf dem neuen Marktberg fertig gestellt ist, wird sie hier ihr Büro haben. Bis dahin ist sie in der Stadtverwaltung anzutreffen. „Die Geschäftsstraßenmanagerin ist direkt dem Bürgermeister zugeordnet. Als Stabsstelle drückt sie die Ernsthaftigkeit, mit der wir uns der Innenstadtentwicklung widmen, sehr deutlich aus“, so das Stadtoberhaupt.

Doch Susanne Ramm ist mit den Herausforderungen, die mit dem Job verbunden sind, nicht allein. „Es wird ein Beirat Geschäftsstraßenmanagement gegründet, in dem alle Kooperationspartner vertreten sind und je ein Stimmrecht hinsichtlich der umzusetzenden Aufgaben erhalten. Weiterhin soll der Beirat mit zwei Vertretern innerstädtischer Gastronomen und Händler, die ebenfalls über ein Stimmrecht verfügen, besetzt werden. Der Beirat kommt mindestens vier Mal jährlich zusammen. Bei Bedarf auch öfter. Die Sitzungen des Beirats werden durch die Geschäftsstraßenmanagerin in Abstimmung mit den Kooperationspartnern einberufen. Der Beirat begleitet die Umsetzung des Geschäftsstraßenmanagements, stellt die Jury für die Vergabe der Mittel aus dem Verfügungsfonds und vertritt die Interessen aller Mitglieder des Beirats. Die Beschlüsse des Beirates werden mehrheitlich getroffen“, gibt Sommer wesentliche Punkte der Kooperationsvereinbarung wieder.

Zu den Aufgaben, die Susanne Ramm als Geschäftsstraßenmanagerin – oder City-Managerin – obliegen, gehören unter anderem Fördermittelbeantragungen für Unternehmen, Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement, Vernetzung und Ausbau der bereits bestehenden Strukturen lokaler Akteure innerhalb der Stadt, Ansiedlungs- und Leerstandsmanagement, Zusammenarbeit mit zuständigen Behörden im Rahmen der Sicherheit und Sauberkeit oder andere Antragsverfahren sowie die Organisation des Beirats sowie Organisation und Durchführung des Wochenmarktes, der künftig als „Frischemarkt“ auf dem Marktberg seinen Standort haben wird. „Die Aufgaben sind breit gefächert. Die City-Managerin ist dabei auf die Unterstützung aller Akteure vor Ort angewiesen. Aber ich bin überzeugt, dass sie die auch hat. Das hat man bereits beim Weihnachtsmarkt gemerkt“, so Sommer.

Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für fünf Jahre. Spätestens sechs Monate vor Ablauf des Vertrages wird man sich zusammensetzen und diesen verlängern oder neu überlegen müssen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Kooperation und der Bündelung unserer Kräfte sowie dem Einsatz einer Ansprechpartnerin in Form der Geschäftsstraßenmanagerin die richtige Entscheidung getroffen haben“, sagt Bürgermeister Hendrik Sommer.

„Es ist gut, dass sich die Wohnungsunternehmen der Stadt Prenzlau als Vermieter von Gewerberäumen und die beiden regionalen Kreditinstitute gemeinsam für die Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt stark machen. Nur eine interessante Innenstadt bindet Kaufkraft und lässt Handel und Gastronomie sich entwickeln. Das sichert ein Stück Lebensqualität für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ich wünsche Frau Ramm für die Aufgabe die nötige Geduld und Ausdauer. Der Erfolg wird sich dann von selbst einstellen“, so Uwe Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Uckermark. René Stüpmann, Geschäftsführer der Wohnbau Prenzlau GmbH, unterstreicht: „Es ist gut, dass die Vermarktung der Prenzlauer Innenstadt erstmals durch eine hauptamtliche Mitarbeiterin in Angriff genommen wird. Damit entsteht eine neue Professionalität. Unter anderem verbinden wir damit die Hoffnung, dass auch Termine künftig besser koordiniert werden können. Eine gute und effektive Vermarktung der City spielt für uns als Vermieter von vielen Gewerbeeinheiten in der Innenstadt eine wichtige Rolle. Denn wenn Kunden in die Innenstadt gelockt werden, profitieren davon auch die Vermieter.“

Ansprechpartner:

Frau S. Ramm
SG Wirtschaftsförderung und Tourismus
SB Wirtschaftsförderung und Tourismus

Kategorie:

Wirtschaft und Immobilien
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