Meinungen Befragter fließen in Friedhofsgestaltung ein
26.07.2010In den Monaten Februar und März hatten die Prenzlauer die Möglichkeit, ihre Meinung zum Friedhof im Rahmen einer Frageaktion zu äußern. Von den 7 900 verteilten Fragebögen wurden 544 ausgefüllt zurückgegeben.
Ein Teil der Ergebnisse der Umfrage ging in die von den Stadtverordneten am 24. Juni beschlossene veränderte Friedhofssatzung ein. So bietet Prenzlau mit dem Inkrafttreten der Satzung zu den bereits vorhandenen Bestattungsformen vielfältige neue Möglichkeiten an, die aus den Wünschen der Prenzlauer und den Erfordernissen der demografischen Entwicklung resultieren.
„Neue Grabformen sind Reihengrabstellen für Erdbestattung mit nicht ebenerdigem Grabmal, wandelbare Wahlgrabstätten und ab dem 1. Januar 2011 Urnenwände“, erläutert Kerstin Oyczysk, Leiterin des Amtes für Hoch- und Tiefbau. Als weitere Anregung aus der Umfrage und der Friedhofsarbeit wurden die Ruhezeiten für Erd- und Aschebestattungen auf einheitlich 20 Jahre angepasst.
Darüber hinaus haben die Meinungsäußerungen auch Einfluss auf die Organisation und Gestaltung des Friedhofes. „Viele Befragte äußerten den Wunsch nach verkürzten Öffnungszeiten des Friedhofes, was auf der Befürchtung beruht, dass gerade in den Abendstunden Vandalismus oder Diebstahl stattfinden sowie nach einem verlängerten Sprechtag“, so die Amtsleiterin. Entsprechend werden ab dem 1. September 2010 veränderte Öffnungszeiten gelten. Vom 1. April bis 31. Oktober ist von 6 bis 21 Uhr geöffnet; vom 1. November bis zum 31. März von 6 bis 18 Uhr. Sprechzeiten der Friedhofsverwaltung finden montags, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr statt; dienstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr.
Und es wird weitere Veränderungen geben. „Für 2010/2011 ist die Erneuerung des Fußbodens der Trauerhalle vorgesehen. In diesem Zusammenhang soll auch ein neuer Anstrich erfolgen. Für die Ausstattung mit neuen Grünpflanzen wird ein kleiner Wettbewerb der auf dem Friedhof zugelassenen Blumenhäuser stattfinden. Zu nennen sind ebenfalls die Instandsetzung von Wegen, die Sanierung der WC-Anlage, die Einfassung von Müllplätzen, das Aufstellen zusätzlicher Bänke, die Dienstbekleidung für den Friedhofsverwalter oder die Erhaltung der historisch bedeutenden Grabstätten.“ Allerdings, so die Amtsleiterin, werde nicht alles gleichzeitig umgesetzt werden können, da nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.
Bereits 2009 konnte als große Maßnahme die Friedhofseinfassung zur Bergstraße mit dem Eingangsportal erneuert werden. Von den Steinmetzbetrieben und Blumenhäusern wurden zur Anregung und Beratung Schaugräber errichtet.
In diesem Jahr wird die Urnenwand mit 56 Urnenfächern errichtet, um diese neue Grabform anbieten zu können. Vorbereitet wird auch die Fläche für die wandelbaren Grabstätten. „Weiterhin beauftragt sind der Anschluss des Friedhof- und WC-Gebäudes an die zentrale Schmutzentwässerung und die Verfüllung der Klärgruben.
Auf dem Friedhof Schönwerder wird das Eingangstor mit den Pfeilern saniert.
„Wir möchten uns bei all denjenigen bedanken, die sich an der Umfrage beteiligt haben und teilweise über die gestellten Fragen hinaus gehende Anregungen und Ideen lieferten. Etliche der geäußerten Meinungen sind bereits aufgegriffen und umgesetzt worden. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass nicht alles sofort möglich und machbar ist“, so Kerstin Oyczysk.
Ansprechpartner:
Frau A. Spitza
Geschäftsbereich Bürgermeister
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit