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Wo geht's hier zum Traumberuf?

06.03.2008

Startschuss für die Sendungen .YouWiPod Jugend geht in die Wirtschaft aus dem Internet 

Prenzlau (spz). Xenia, Lisa und Elfi, zwischen 14 und 17 Jahre alt, sind etwas nervös. Ein letzter Blick auf ihren vorbereiteten Interview-Leitfaden, noch einmal das Aufnahmegerät testen. Sie stehen vor einer Prenzlauer Kleintierpraxis. Sie schauen sich ein letztes Mal an, atmen tief durch, dann betreten sie die Praxis von Dr. Till, der die drei Schülerinnen bereits erwartet. Viele junge Menschen im Alter der drei sind unzureichend darüber informiert, welche Berufe es gibt, was sie im beruflichen Alltag erwartet und welche Anforderungen an sie gestellt werden. Vorhandene

Informationsquellen werden nicht genutzt, weil sie nicht in der Sprache der Jugendlichen verfasst sind. Gleichzeitig erleben Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden. Oder sie bilden gar nicht aus und sind schlecht aufgestellt, wenn in Kürze zunehmend Nachwuchskräfte fehlen. Hier setzt das YouWiPod-Projekt an.

Jugendliche gehen als „Rasende Reporterinnen und Reporter" in Unternehmen.

Das Aufnahmegerät ist immer dabei. Sie wollen mehr über ihren Wunschberuf

erfahren, Kontakt zu Ausbildungsunternehmen knüpfen, Einblicke erhalten. Sie

interviewen Menschen zu ihrer Arbeit, ihren Ausbildungsberufen, dem

Unternehmensalltag. Daraus entstehen kurze Hörbeiträge, die ab sofort über

das Internet überall und jederzeit verfügbar sind. Der Podcast .YouWiPod . Jugend geht in die Wirtschaft., von Jugendlichen aus acht Soziale-Stadt-Gebieten in Brandenburg produziert, wird in den kommenden Monaten kontinuierlich um Sendungen über weitere Berufe ergänzt.

Jeweils zehn Schülerinnen und Schüler aus den Soziale-Stadt-Gebieten Hohenstücken in Brandenburg an der Havel, Sachsendorf-Madlow in Cottbus, . Fürstenwalde Nord, Neuruppin Wohngebiet WK I-III, Stern / Drewitz in Potsdam, Igelpfuhl in Prenzlau, Obere Talsandterrassen in Schwedt und Velten-Süd

haben in den letzten Monaten Informationen über ihren Wunschberuf gesammelt, und das auf eine völlig neue Art und Weise. In mehreren Seminaren arbeiteten sie sich unter Anleitung des Projektträgers BÜRO BLAU in die jugendgemäße Technologie des Podcasts ein. „Nette Jungs", „Fan-Team!", „Neuruppiner Girls" und „Kellerasseln" hießen einige der Produktionsgruppen, die Unternehmen besuchten und Reportagen über den betrieblichen Alltag aufzeichneten. Mitgeschnitten

wurden nicht nur die Gespräche mit den Interviewpartnerinnen und -partnern, sondern auch Geräusche, die mit dem Beruf in Verbindung stehen: ratternde Maschinen, Kindergeschrei, klingelnde Telefone, klapperndes Geschirr.

Anschließend wurden die Sendungen des Podcasts, Episoden genannt, mit einer speziellen Software bearbeitet und geschnitten. Von Modedesignerin über

Prüfmitarbeiter in der Werkstoffkunde, Musiklehrerin bis hin zu Radiomoderator reichen die Traumberufe der Schülerinnen und Schüler, über die auf der Seite www.YouWiPod.de berichtet wird. Die Podcasts können - ähnlich

einer Zeitung, aber völlig kostenlos - abonniert werden. Es entsteht ein Berufsinformations-Portal von Jugendlichen für Jugendliche - anzuhören auf jedem Computer mit Lautsprechern oder nach dem Herunterladen auf jedem MP3-Player.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Europäischen Sozialfonds sowie die Städte Brandenburg a.d.H., Cottbus, Fürstenwalde, Neuruppin,

Potsdam, Prenzlau, Schwedt und Velten. Das Projekt YouWiPod wird finanziert aus dem Europäischen Sozialfonds, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Sonderprogramms Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort. Die acht mitwirkenden Städte steuern zudem Eigenmittel bei.
Unternehmen, die in den nächsten Wochen ihre Tür für eine Gruppe von zwei bis drei Jugendlichen öffnen wollen und sich etwas Zeit nehmen, Fragen zu Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten zu beantworten, können sich gerne beim BÜRO BLAU an Ingrid Lankenau wenden, Telefon 030 30105464, wenden; Mail: lankenau@bueroblau.de).

 

Ansprechpartner:

Frau A. Martinot
Geschäftsbereich Bürgermeister
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

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